Schmerz und Scham
Ich habe zwei Begleiter in meinem Leben erfahren: Schmerz und Scham.
1) Schmerz. Das bedeutet für mich: Verlust von Freiheit, Schutz und Geborgenheit.

Schmerz entsteht meines Erachtens durch Verletzung und Trennung von der Quelle.
Er erscheint mir als Unterbrechung des Angenehmen und Annehmbaren. Ich sehe darin
Ereignisse und Tatsachen (= Veränderungen), welchen wir durch unseren Schutzengel, das ist unsere Wahrnehmung und das Alarmsystem des Körpers, sofortige und meist maximale Aufmerksamkeit widmen.
Ich meine, manche dieser Ereignisse werden wie Schläge und Bestrafung empfunden, je nachdem, wie plötzlich, heftig, oder langandauernd sie sind.
Jesus Christus hielt dem entgegen: „Fürchtet euch nicht!“
Ich sage: „Habt Mut!“
2) Angenehme Gefühle werden, so habe ich das wahrgenommen, viel schneller als selbstverständlich angenommen. Ihre Intensität, so meine ich, wird nach einiger Zeit gedämpft und weniger bis gar nicht mehr wahrgenommen. Ich glaube, der Körper schützt sich damit vor einer Reizüberflutung.
So kann es passieren, dass der Kontakt zu den guten und nährenden Quellen des Lebens scheinbar unterbrochen wird, weil wir meinen, sie seien nicht mehr vorhanden.
Das passiert, so glaube ich, weil wir sie aus unserem Bewusstsein verloren haben.
Und ich denke, das kann nicht passieren, wenn wir uns die guten Dinge des Lebens wieder ins Gedächtnis zurückrufen.
Leider keimen Gedanken des Verlustes erst in der Trennung von den guten Ereignissen und Quellen dieser Welt auf und es entstehen so Unfrieden und Unzufriedenheit, wie Hunger und Durst. Dann, so meine ich, schämt sich der Mensch seiner Bedürftigkeit und wagt es nicht, um erneuten Kontakt zu bitten.

Diese Angst wollte Jesus Christus, so glaube ich, uns nehmen, indem ER sagte:
„Bittet – und was ihr in meinem Namen von Gott, dem Vater bitten werdet, das wird ER euch geben.“
Für dieses Gedächtnis danke ich Dir, Jesus Christus, Sohn Gottes, dem Vater und dem Heiligen Geist. Amen.