Der Planet Erde. Drittnächster Planet der Sonne. Einziger, bewohnter Planet mit Lebensformen, welche wir sehen und wahrnehmen und als Lebewesen verstehen.
'Mensch' könnte annehmen, dass diese Tatsache ausreichen würde, um allen Menschen klarzumachen: Es gibt nur das, was wir hier vor Augen haben, um alle Bedürfnisse des Lebens stillen zu können und uns gegenseitig das zu geben, was wir uns wünschen und ersehnen.
Aber merkwürdiger Weise geschieht genau das nur zu einem sehr geringen Bruchteil. Die meiste Zeit verbringen die Menschen hier offenbar, um sich gegenseitig zu betrügen, zu bestehlen, zu übervorteilen, sich über`s Ohr zu hauen und die Verletzungen an Kinder und Kindeskinder weiterzugeben, welche uns durch unsere Vorfahren angeblich schon zugefügt worden sind.
So verstehe ich diese Erde als einen Platz, an welchem der Mensch sich seiner Haut wehren muss, um nicht noch mehr Verletzungen zu erhalten und nenne ihn deshalb den WüstenPlaneten.
Die Wüste steht für das Dasein ohne Liebe und Geborgenheit und den Hunger und Durst danach, anerkannt zu werden, gesehen, für sein Dasein vorbehaltlos und bedingungslos geliebt zu werden und die Schutzlosigkeit unter der brennenden Sonne von Eifersucht, Habgier, Neid, Hass und Gewissenlosigkeit sein Dasein fristen zu müssen, ohne zu erhalten, was 'mensch' so dringend bräuchte: Liebe!
Da gibt es nun ein paar schlaue Menschen, welche erkannt haben wollen, dass das Durchbrechen dieses Teufelskreises der Lieblosigkeit auf unserem WüstenPlaneten Erde nur dadurch zu schaffen sei, dass der, welcher diesen Hunger und Durst spürt, zuerst einmal sich selbst mit Liebe verwöhnen müsse und dieses Defizit durch Eigenliebe auffüllen.
Dann erst sei es möglich, Menschen zu finden, mit welchen dann ein Zusammenleben möglich sei, wobei die Menschen sich untereinander dabei unterstützen können, diese Liebe aufrecht zu erhalten.

Ich halte dieses Ansinnen schlichtweg für eine Überforderung. Warum? Das ähnelt mir dem Versuch, sich aus einem Morastloch an den eigenen Haaren selbst herauszuziehen. Das klingt mir allzusehr nach dem berühmten Baron Münchhausen, welcher mit dem Teufel im Bund gewesen sein soll und sich durch seine unwahrscheinlichen Geschichten hervortat.

Ich habe da eine ganz andere Erfahrung machen dürfen. Deshalb dieser Aufsatz. Erst einmal möchte ich nicht verheimlichen, dass mir die Zugehörigkeit zu einer christlichen GlaubensGemeinschaft zum Einen die theoretischen Grundlagen dafür gab, mich als geliebt und angenommen zu verstehen. Ich sage bewusst, zu verstehen - nicht sich so zu fühlen.

Das Bild hier oben wirkt zwar sehr dramatisch, zeigt aber nach meiner Erfahrung durchaus die Lage, in welcher sich ein Körper befindet, welcher lange Zeit der Lieblosigkeit ausgesetzt war.
Erste Rettung war also die Rettung der Seele durch den Glauben. Doch diese GlaubensErfahrung war zunächst etwas, was mich vom Rest der Welt isolierte.

Als Glaubender war ich schon wieder ein Sonderling und anders als die meisten meiner Zeitgenossen.
Also brauchte ich etwas, was mich zurückführte von der ausserirdischen Position, mitten hinein in diese Welt; und etwas, was mir die Möglichkeit gab, den Panzer, die Rüstung, den "RaumAnzug", den ich mir auf dem WüstenPlaneten Erde in der Zeit meiner WüstenErfahrung zugelegt hatte, wieder abzulegen.

Die GlaubensErfahrung reichte, so erfuhr ich das am eigenen Leib, zwar aus, um zu einem inneren Frieden zu kommen, um aber Lebensfreude und Stabilität zu erhalten , brauchte es mehr.
Die zweite wichtige Erfahrung war, dass zwar alles, was ich brauche, in mir steckt, dass ich aber, um zu diesem eigenen, inneren Ort Verbindung zu bekommen, von aussen Hilfe benötige.
Ich brauchte die Erfahrung von Heilung und Berührung.
Und damit komme ich zum zweiten Schritt der Befreiung aus meiner Isolation, der Rückführung und Verbindung. Diese Erfahrung verdanke ich Menschen, welche bereit waren, mir etwas von dem selbstlos zu geben, was ich so lange vermisst hatte und entbehren musste.
Eine Erfahrung der Isolation

wandelte sich langsam und schrittweise zu einer neuen Erfahrung von Kontakt und Freundschaft.

Und zwar musste das so lange geschehen, bis ich mich selbst fähig und in der Lage dazu fühlte, eine Quelle für andere zu werden und durch meine Hilfe Menschen zu helfen, welche in genau derselben Notlage sind, in welcher ich mich ehedem befand.

Heute schreibe ich diesen Artikel in Dankbarkeit über diese Tatsache und kann nur allen HilfeSuchenden wünschen, Mut zu haben, diese Hilfe zu suchen und dann auch anzunehmen! Es lohnt sich, diesen WuestenPlaneten "Erde" wieder urbar zu machen und selbst zu einer Quelle der Freude, des Kontaktes und der Berührung zu werden. In diesem Sinne...