Freitag, 4. März 2016
WerBinIch?
Wer bin ich? Who am i? Кто я?

Diese Frage versuche ich seit einigen Jahrzehnten zu lösen. Dabei bin ich auf wesentliche ethische Grundsätze gestossen, mit welchen ich mich bis heute auseinandersetze und gelegentlich auch mit anderen Zeitgenossen darüber diskutiere.
Das höchste Prinzip ist für mich dabei das Gebot, welches Jesus Christus auf unsere Welt brachte, die Nächstenliebe. Er hat sie gelebt und praktisch angewandt und populär gemacht. Wenn es auch wenige Zeitgenossen gibt, welche Sein Gebot, mein Prinzip, vor allem anderen hoch halten und diesen Weg als den Königsweg und ein Prinzip des ( ewigen ) Lebens ansehen, so erkenne ich doch auch die Schwierigkeit, diese Balance zwischen töten und getötet werden einzuhalten. Den eigenen Tod in Demut und Respekt dem Willen einer Höheren Macht ( Gott ) gegenüber in Kauf zu nehmen, erscheint mir als ein wesentlicher Evolutionsprozess auf dieser Welt, welche wir Menschen „Erde“ genannt haben. Im Laufe der Zeit meine ich, einen Faden dieses Willens glasklar erkannt zu haben und versuche ihn hier wiederzugeben:
Da wir Menschen als Gäste auf dieser Welt leben dürfen – was einige längst übersehen und ihren Anspruch und ihre Rolle hier weit überschritten haben – gibt es dieses Gebot, was das Überleben auf diesem Planeten in letzter Zeit höchst dramatisch und anschaulich sichtbar macht. Das Prinzip „leben und leben lassen“ beschreibt ( emotionslos ), wie die Nächstenliebe zu verstehen sei.

Ich sehe mittlerweile dem Ausgang meines Lebens entgegen und habe auf dem Weg dorthin die drei Möglichkeiten entdeckt, auf welche Weise es zu Ende gehen kann.
1. Da gibt es die Möglichkeit, dass der Körper selbst seine Funktionen einstellt und ein Versagen an einer Stelle zum Tod führt.
2. Ein Versagen meiner emotionalen Kraft und Tragfähigkeit führt dazu, dass ich mich selbst töten und damit mein Leben beenden wollte.
3. Es fällt einem anderen Wesen ein, sein Leben sei wichtiger als meines und es überhebt sich in dieser grenzenlosen Selbstüberschätzung und tötet mich.
Nun, Jesus Christus hatte die dritte Möglichkeit gewählt und wurde am schwärzesten Tag der Geschichte der Menschheit, dem später so genannten „Karfreitag“, auf brutalste Weise ermordet. Dieses Opfer hat die Geschichte der Menschheit verändert. Ja, es begann mit diesem Opfertod eine neue Zeitrechnung, so bedeutsam wurde dieses mir so grausam vorkommende Ereignis.
Die höchste Erkenntnis, welche mir auf diesem Weg begegnet ist, ist die, welche mir sagt: Ich bin meinen Emotionen gegenüber ( zunächst einmal ) machtlos.

Ich verstehe sie als sehr ursprüngliche Triebe und kann ( zunächst ) ihrer treibenden Kraft nichts entgegensetzen außer mein Verstehen und meine eigene Zuwendung. Wenn ich mein emotionales Wesen in seiner ( treibenden ) Kraft in dieser Weise anerkannt habe, beginnt sich durch diese Haltung ein anderes Verhalten einzustellen. Mein Wesen beginnt diese Zuwendung und Aufmerksamkeit zu spüren und ich fühle mich in Verbindung mit dieser Kraft, mit mir selbst. Ich gewinne Abstand zu meiner Triebhaftigkeit, indem ich mir selbst und meiner inneren Getrenntheit als Wesen dieser Erde Aufmerksamkeit schenke. Der Schmerz, welcher dadurch aufbricht, scheint zunächst grenzenlos zu sein.

Doch mir wurde bewusst, dass es der einzige Weg der Besänftigung sein wird, wie dieser Schmerz zu lösen sei. Und in der Tat:
Es stellt sich ein Wandel ein. Ich empfinde diesen Schmerz weniger bohrend und brennend. Er wird mir zu einer süßen Gewissheit: Hier geht meine Suche weiter!
Erlösung wird zu einer erlittenen Größe. Ich spüre das als Schmerz der Auflösung all des ungelebten Lebens, das mir durch meine antrainierte, allzu enge Lebenshaltung abhanden gekommen war. Die Süße des Lebens bricht wie ein Strom durch den Staudamm meiner falsch verstandenen und übertragenen Erziehung und löst all die Bitterkeit auf, welche mich verhärtete und in Angst verkrümmt festhielt. Hier geschieht Verstehen, hier geschieht Heilung! Zum ersten Mal fühle ich die Kraft der Freiheit, des wahren Aufatmens, des Zuspruchs zu meiner Person und der uneingeschränkten Zuneigung einer Höheren Macht zu mir als dem von Ihm/Ihr geliebten Wesen.

Ich bin ein Kind Gottes! Ich gehöre zum Licht der Welt! Ich bin grenzenlos geliebt und anerkannt! Ich werde Mensch!
Jeder Rückfall in die barbarische Gedankenwelt, in Wortschöpfungen und in Handlungen, welche sich mit Tötungsimpulsen und schmutzigen Anfeindungen gegen Lebewesen dieser Schöpfung stellen, gestaltet sich als ein qualvolles Ereignis, welches mir wieder Fesseln anlegen und den Kontakt zu meiner innersten Kraftquelle zuschütten möchte. Aber mein Freiheitsdrang bringt mich immer wieder zurück an den Punkt der Befreiung. Ja, ich werde darüber hinaus getragen und wage, die mir anvertraute Kraft zu gebrauchen, welche mir die Gewaltlosigkeit anbietet und mir höchste Zufriedenheit und innere Reife gewährt. Ich danke dem Geheimnis des Lebens, das sich mir so bedingungslos offenbart hat. Ich beuge mich Seiner Größe und bringe dieses Erleben durch meine Worte und mein Handeln in diese Welt ein.
Lob und Dank sei Gott, dem Herrn dieser Welt, für die Erkenntnis und die Kraft Seiner Liebe! Amen.



Donnerstag, 23. Mai 2013
WuestenPlanetErde

Der Planet Erde. Drittnächster Planet der Sonne. Einziger, bewohnter Planet mit Lebensformen, welche wir sehen und wahrnehmen und als Lebewesen verstehen.
'Mensch' könnte annehmen, dass diese Tatsache ausreichen würde, um allen Menschen klarzumachen: Es gibt nur das, was wir hier vor Augen haben, um alle Bedürfnisse des Lebens stillen zu können und uns gegenseitig das zu geben, was wir uns wünschen und ersehnen.
Aber merkwürdiger Weise geschieht genau das nur zu einem sehr geringen Bruchteil. Die meiste Zeit verbringen die Menschen hier offenbar, um sich gegenseitig zu betrügen, zu bestehlen, zu übervorteilen, sich über`s Ohr zu hauen und die Verletzungen an Kinder und Kindeskinder weiterzugeben, welche uns durch unsere Vorfahren angeblich schon zugefügt worden sind.
So verstehe ich diese Erde als einen Platz, an welchem der Mensch sich seiner Haut wehren muss, um nicht noch mehr Verletzungen zu erhalten und nenne ihn deshalb den WüstenPlaneten.

Die Wüste steht für das Dasein ohne Liebe und Geborgenheit und den Hunger und Durst danach, anerkannt zu werden, gesehen, für sein Dasein vorbehaltlos und bedingungslos geliebt zu werden und die Schutzlosigkeit unter der brennenden Sonne von Eifersucht, Habgier, Neid, Hass und Gewissenlosigkeit sein Dasein fristen zu müssen, ohne zu erhalten, was 'mensch' so dringend bräuchte: Liebe!

Da gibt es nun ein paar schlaue Menschen, welche erkannt haben wollen, dass das Durchbrechen dieses Teufelskreises der Lieblosigkeit auf unserem WüstenPlaneten Erde nur dadurch zu schaffen sei, dass der, welcher diesen Hunger und Durst spürt, zuerst einmal sich selbst mit Liebe verwöhnen müsse und dieses Defizit durch Eigenliebe auffüllen.
Dann erst sei es möglich, Menschen zu finden, mit welchen dann ein Zusammenleben möglich sei, wobei die Menschen sich untereinander dabei unterstützen können, diese Liebe aufrecht zu erhalten.

Ich halte dieses Ansinnen schlichtweg für eine Überforderung. Warum? Das ähnelt mir dem Versuch, sich aus einem Morastloch an den eigenen Haaren selbst herauszuziehen. Das klingt mir allzusehr nach dem berühmten Baron Münchhausen, welcher mit dem Teufel im Bund gewesen sein soll und sich durch seine unwahrscheinlichen Geschichten hervortat.

Ich habe da eine ganz andere Erfahrung machen dürfen. Deshalb dieser Aufsatz. Erst einmal möchte ich nicht verheimlichen, dass mir die Zugehörigkeit zu einer christlichen GlaubensGemeinschaft zum Einen die theoretischen Grundlagen dafür gab, mich als geliebt und angenommen zu verstehen. Ich sage bewusst, zu verstehen - nicht sich so zu fühlen.

Das Bild hier oben wirkt zwar sehr dramatisch, zeigt aber nach meiner Erfahrung durchaus die Lage, in welcher sich ein Körper befindet, welcher lange Zeit der Lieblosigkeit ausgesetzt war.
Erste Rettung war also die Rettung der Seele durch den Glauben. Doch diese GlaubensErfahrung war zunächst etwas, was mich vom Rest der Welt isolierte.

Als Glaubender war ich schon wieder ein Sonderling und anders als die meisten meiner Zeitgenossen.
Also brauchte ich etwas, was mich zurückführte von der ausserirdischen Position, mitten hinein in diese Welt; und etwas, was mir die Möglichkeit gab, den Panzer, die Rüstung, den "RaumAnzug", den ich mir auf dem WüstenPlaneten Erde in der Zeit meiner WüstenErfahrung zugelegt hatte, wieder abzulegen.

Die GlaubensErfahrung reichte, so erfuhr ich das am eigenen Leib, zwar aus, um zu einem inneren Frieden zu kommen, um aber Lebensfreude und Stabilität zu erhalten , brauchte es mehr.
Die zweite wichtige Erfahrung war, dass zwar alles, was ich brauche, in mir steckt, dass ich aber, um zu diesem eigenen, inneren Ort Verbindung zu bekommen, von aussen Hilfe benötige.

Ich brauchte die Erfahrung von Heilung und Berührung.
Und damit komme ich zum zweiten Schritt der Befreiung aus meiner Isolation, der Rückführung und Verbindung. Diese Erfahrung verdanke ich Menschen, welche bereit waren, mir etwas von dem selbstlos zu geben, was ich so lange vermisst hatte und entbehren musste.
Eine Erfahrung der Isolation

wandelte sich langsam und schrittweise zu einer neuen Erfahrung von Kontakt und Freundschaft.

Und zwar musste das so lange geschehen, bis ich mich selbst fähig und in der Lage dazu fühlte, eine Quelle für andere zu werden und durch meine Hilfe Menschen zu helfen, welche in genau derselben Notlage sind, in welcher ich mich ehedem befand.

Heute schreibe ich diesen Artikel in Dankbarkeit über diese Tatsache und kann nur allen HilfeSuchenden wünschen, Mut zu haben, diese Hilfe zu suchen und dann auch anzunehmen! Es lohnt sich, diesen WuestenPlaneten "Erde" wieder urbar zu machen und selbst zu einer Quelle der Freude, des Kontaktes und der Berührung zu werden. In diesem Sinne...



Donnerstag, 16. Mai 2013
Loesungen
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